Jagdscheinentzug – Waffenrechtliche Unzuverlässigkeit – Alkohol!!

Als ich vor Jahrzehnten den Jagdschein machte, war der Alkoholgenuss bei der Jagd fast noch eine Selbstverständlichkeit. Ich erinnere mich an Gesellschaftsjagden im ehemals Niederwild reichen Rheinhessen, bei denen der Alkohol fester Bestandteil des ganzen Jagdtages war. Vor Beginn der Jagd traf man sich im Wirtshaus, um bei einem gemeinsamen Frühstück den Jagdablauf für den Tag zu besprechen. Schon dabei wurden die Gläser reichlich mit Wein gefüllt. Zwischen dem einzelnen Treiben setzte sich dies fort und endete mit dem Schüsseltreiben, das sich oftmals bis tief in die Nacht hineinzog. Berauscht traten die Jäger dann den Heimweg an, wobei die Waffen immer an Bord waren.

Diese Zeiten sollten endlich vorbei sein.

Jagd und Alkohol schließen sich aus. Wer alkoholisiert jagt oder auch nur Waffen führt, riskiert den Entzug seines Jagdscheines und verliert seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit.

Schon 0,3 Promille sind zu viel!

Spätestens mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.10.2014 gilt, dass man bei der Jagd und sonstigem Führen von Waffen die Finger vom Alkohol wegzulassen hat.

 

Prof. Kurt-Ulrich Mayer

Rechtsanwalt

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