Behandlungsfehler – bei Dammriss nach der Geburt

Kategorien: Aktuelles, Arzthaftung, Medizinrecht

Das Oberlandesgericht Dresden entschied mit Urteil vom 25.02.2019, dass das Zurücklassen eines Vaginaltupfers nach Versorgung eines Dammrisses einen Behandlungsfehler darstellt, wenn vor dem Eingriff nicht alle möglichen und zumutbaren Sicherungsvorkehrungen gegen ein solches Versäumnis getroffen wurden, wozu bei textilen Hilfsmitteln deren Kennzeichnung, Markierung, das Zählen der verwandten Tupfer und dergleichen gehören können. Dies war hier unterblieben.

(OLG Dresden, Urteil vom 25.02.2019, 4 U 1616/18)

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

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