Arzthaftungsrecht // Aufklärungspflicht über das Risiko einer Darmperforation vor Koloskopie

Kategorien: Arzthaftung, Medizinrecht

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 03.09.2013  festgestellt, dass über die Risiken einer Koloskopie (Darmspiegelung) aufzuklären ist. Bei der beim Kläger in Folge des Eingriffes eingetretenen Darmperforation handele es sich um eine zwar seltene Komplikation, die allerdings, wenn sie sich verwirklicht, lebensbedrohlich sein könne und operativ behandelt werden müsse. Aus diesem Grund müsse über dieses Risiko aufgeklärt werden. Unterbleibt dies und tritt eine Darmperforation ein, wird auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gehaftet.

OLG Hamm, Urteil vom 03.09.2013, Az.: 26 U 85/12

 

Teilen Sie diesen Beitrag bitte

Vorheriger Beitrag
Familienrecht – Zum Umfang der elterlichen Sorge // Beschneidung des Sohnes – Gefährdung des Kindeswohls
Nächster Beitrag
Strafrecht: Dauer der Untersuchungshaft
Menü
Teilen
Teilen
Teilen