Haftung des Gynäkologen: Notwendige Diagnosemethodenempfehlung bei einem auffälligen Tast- und Sonografiebefund hinsichtlich eines Mammakarzinoms

Das Oberlandesgericht Hamm verurteilte eine Gynäkologin zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 40.000 €. Die Gynäkologin hatte bei einem auffälligen Tast-und Sonografiebefund nicht die zum sicheren Ausschluss einer Krebserkrankung empfohlene Stanzbiopsie angeraten, sondern nur die Empfehlung zu einer Mammografie ausgesprochen.

Dies führte zu einer verzögerten Befundung des Mammakarzinoms in dessen Folge die Patientin 4 Jahre später verstarb. Den Erben wurde der übergegangene Schmerzensgeldanspruch in Höhe von 40.000 € zugesprochen.

(OLG Hamm, Urteil vom 12. Oktober 2018,26 O 172/17)

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

 

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