Schmerzensgeld aufgrund Behandlungsfehler bei der Geburtsüberwachung

Das Oberlandesgericht Hamm verurteilte eine Oberärztin und einen Krankenhausträger gesamtschuldnerisch zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 250.000 € mit der Feststellung, dass auch jegliche  vergangene und zukünftige Schäden zu ersetzen sind, die auf die fehlerhafte geburtshilfliche Behandlung zurückzuführen sind.

Dabei ging das Gericht, nach Anhörung eines medizinischen Sachverständigen, davon aus, dass grobe Behandlungsfehler bei der Geburtsüberwachung erfolgten und die Sektion zu spät eingeleitet wurde. Aufgrund der Sauerstoffunterversorgung erlitt das Kind dauer-hafte, erhebliche, motorische und geistige Entwicklungsstörungen.

(OLG Hamm, Urteil vom 4. April 2017, 26 U 88/16)

 

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und  Fachanwältin für Medizinrecht

 

 

 

 

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