220.000,00 € Schmerzensgeld wegen nicht ordnungsgemäßer Aufklärung über das Risiko einer Darmperforation bei einer Koloskopie

Das Oberlandesgericht Hamm stellte einen Aufklärungsfehler fest. Die im Aufklärungsbogen gegebenen Hinweise auf unvermeidbare nachteilige Folgen, mögliche Risiken und Komplikationsgefahren seien nicht nur inhaltslos, sondern auch in höchstem Maße verharmlosend. Die besonders schwerwiegenden Folgen, die ein halbes Jahr Krankenhausaufenthalt, mehrere intensivmedizinische Behandlungen, Gewichtsverlust, Depressionen und die Frühberentung zur Folge hatten, führten zur Verurteilung zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 220.000,00 €.

OLG Hamm, Urteil vom 03.09.2013, Az.: 26 U 85/12

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Medizinrecht abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar