Haftung des Arztes bei nicht rechtzeitiger Aufklärung der Schwangeren zum Kaiserschnitt

Der BGH hat entschieden, dass eine Schwangere rechtzeitig über die Möglichkeit einer Section aufzuklären ist, wenn deutliche Anzeichen bezüglich der ernsthaften Möglichkeiten bestehen, dass eine Schnittentbindung im weiteren Verlauf notwendig werden könnte.

Denn wenn bereits eine Gefährdungslage für das Kind eingetreten ist, ist eine ordnungsgemäße Aufklärung der Schwangeren oft nicht mehr ohne Weiteres möglich, da sie nicht mehr aufnahmebereit ist.

Wird nicht rechtzeitig aufgeklärt, haftet dann der Arzt bzw. das Krankenhaus. Demgemäß ist Schadensersatz und Schmerzensgeld zu zahlen.

BGH Urteil vom 28.08.2018, VI ZR 509/17

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

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