Grober Behandlungsfehler bei Belassen eines Instruments im Patienten

 

Das OLG Oldenburg hat mit Urteil vom 24.10.2018 (Az.: 5 U 102/18) einen groben Behandlungsfehler festgestellt, wenn ein Arzt trotz des Bemerkens des Abbruchs einer Metallspitze eines Operationsinstruments im Körper des Patienten eine Entfernung unterlässt. Dem Patienten wurde ein Schmerzensgeld in Höhe von 20.000,00 € zugesprochen. Hierbei wurde berücksichtigt, dass der Patient möglicherweise durch das Verbleiben der Metallspitze einen dauerhaften Knorpelschaden mit erheblichen Schmerzen bei längerem Stehen und Gehen erlitten hat.

 

OLG Oldenburg, Urteil vom 24.10.2018 – Az. 5 U 102/18 –

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin – Fachanwältin für Medizinrecht

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