Erbrecht – Behindertentestament

Oftmals verhält es sich so, dass ein behinderter Mensch seinen Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften kann und auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Diese Situation tritt zumeist mit dem Tod des letzten Elternteils ein. Hat der behinderte Mensch etwas geerbt, so ist er vermögend geworden und muss die Erbschaft bis auf ein Schonvermögen grundsätzlich zum Bestreiten seines Lebensunterhaltes einsetzen. Auf diese Weise erhält die Sozialhilfe auch Zugriff auf das ererbte Vermögen.

Dies widerspricht aber in der Regel dem Willen der Eltern des Kindes, die diesem mit der Erbschaft eine dauerhafte Unterstützung gewähren wollen, auf die die Sozialhilfe nach Möglichkeit keinen Zugriff nehmen kann.

Um dies zu erreichen, muss eine individuelle Testamentsgestaltung im Rahmen des gesetzlich und nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung Möglichen gefunden werden, die wegen ihrer Komplexität einer fundierten anwaltlichen Beratung bedarf. Denn es gibt kein Behindertentestament von der Stange.

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Prof. Kurt Ulrich Mayer

Rechtsanwalt

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