Schadensersatz aufgrund fehlerhafter Entscheidung des Rettungsassistenten

Der Kläger hatte wegen Atembeschwerden und Schmerzen im Brustbereich den Notarzt angerufen. Die Rettungsassistenten beließen den Kläger zu Hause, er solle sich hausärztlich behandeln lassen. Der Hausarzt wies den Kläger später wegen Verdachts auf Herzinfarkt in das Krankenhaus ein, wo dieser Verdacht bestätigt wurde. Das Gericht stellte fest, dass die Zuordnung von unklaren Brustschmerzen zu einer herzfremden Ursache die Kompetenz eines Rettungssanitäters übersteigt, es hätte eine notärztliche Abklärung  erfolgen müssen. Dem Kläger wurde daher Schmerzensgeld zugesprochen.

KG Berlin, Urteil vom 19.05.2016, Az. 20 U 122/15

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin – Fachanwältin für Medizinrecht

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