Haftung auf mehr als 25.000,00 € Schmerzensgeld eines Kinderarztes und Orthopäden bei Fehldiagnose zur Hüfte eines Kleinkindes

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 31.10.2016 (Az.: 3 U 173/15) festgestellt, dass ein Kinderarzt und ein Orthopäde für eine nicht korrekte Reifeverzögerung der Hüfte eines Kleinkindes haften. Bei einer U 3 Voruntersuchung war ein auffälliges Gangbild zunächst durch den Kinderarzt falsch vermessen worden, sodass der Arzt zur Fehldiagnose einer physiologischen normal entwickelten Hüfte kam. Tatsächlich bestand eine Reifeverzögerung. Das Kind wurde dann an einen Orthopäden überwiesen, der aus dem hinkenden Gangbild und weiteren Auffälligkeiten beim Gehen nicht den Schluss zog, weitere onkoloische Untersuchungen zu unternehmen. Die Erfolgsaussichten  aus einer rein konserativen Therapie seien zum damaligen Zeitpunkt noch gut gewesen, drei Jahre später musste eine operative Behandlung erfolgen.

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 31.10.2016 – 3 U 173/15 –

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Arzthaftung abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar