Zur Aufklärungspflicht des Arztes bei Kombination zweier Eingriffe

Klärt der Arzt vor der Kombination zweier Eingriffe (hier: Katarakt-OP unter gleichzeitiger Astigmatismuskorrektur) nur über einen Operationsteil (hier: Katarakt-OP) auf, so haftet er für die Folgen der Operation nicht, wenn offen bleibt, ob diese nicht auch allein auf dem Teil der Operation beruhen können, der von der Aufklärung umfasst war.

Obwohl eine Patientin nach einer Augen-Operation an Verschlechterung der Sehfähigkeit und Hornhaut-Vernarbungen litt, erhielt sie den von ihr eingeklagten Schadenersatz mit Schmerzensgeld nicht.

Oberlandesgericht Dresden, Urteil vom 16.05.2017 – 4 U 1229/15
Gabriele Mayer

Rechtsanwältin – Fachanwältin für Medizinrecht

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