Richtig vererben durch ein geeignetes Testament !

Das Gesetz sieht zwei Möglichkeiten für die Errichtung eines Testamentes vor:

 

  1. Das privatrechtliche Testament

 

Dieses kann ohne einen Notar errichtet werden. Es muss aber handschriftlich von dem, der das Testament errichtet, geschrieben und unterschrieben sein. Dabei sind auch Ort und Datum handschriftlich festzuhalten. Die Unterschrift sollte, um Verwechslungen auszuschließen, lesbar Vor- und Nachnamen enthalten. Erklärungen nach der Unterschrift sind unwirksam, es sei denn, dass diese nochmals unterschrieben werden.

 

Bei Ehegatten, die ein gemeinschaftliches Testament errichten, genügt es, wenn ein Ehegatte das Testament handschriftlich verfasst und unterschreibt und der andere Ehegatte die gemeinschaftliche Erklärung eigenhändig mit unterzeichnet. Auch in diesem Fall ist es ratsam anzugeben, zu welcher Zeit und an welchem Ort das Testament mit den Unterschriften versehen wurde.

 

Ein eigenhändiges Testament kann zu Hause aufbewahrt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dieses bei einem Amtsgericht zu hinterlegen, um eine sichere Aufbewahrung und Auffindung zu gewährleisten. Dafür ist eine geringe Gebühr zu entrichten.

 

Um Fehler bei der Errichtung eines eigenhändigen Testamentes zu vermeiden, ist in jedem Fall zu empfehlen, anwaltlichen Rat einzuholen. Denn nur so kann der Testator sicher sein, dass sein letzter Wille vollzogen wird.

 

  1. Das notarielle Testament

 

Hier erfolgt die Errichtung durch einen Notar. Dadurch entstehen Gebühren, die sich nach der Höhe des Vermögens richten, über das im Testament verfügt wird.

 

Wer bspw. nicht sehen, sprechen oder hören kann, muss ein Testament bei einem Notar errichten. Gleiches gilt für eine Person, die zwar das 16. Lebensjahr vollendet hat, jedoch noch nicht volljährig ist.

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