Haftung des Gynäkologen bei der Abklärung von Brustkrebs

Zur Abklärung eines unklaren Herdbefundes in der Brust einer Patientin darf ein behandelnder Arzt  zu einer Exzision mittels einer offenen Biopsie raten, wenn diese gegenüber einer ebenfalls in Betracht kommenden Stanzbiopsie die großere diagnostische Sicherheit bietet und zugleich als therapeutischer Eingriff in Betracht kommt. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm.

Denn, die nach einer derartigen ärztlichen Aufklärung erteilte Einwilligung der Patientin sei wirksam und rechtfertige den mit einer offenen Biopsie durchgeführten ärztlichen Eingriff, entschied das Oberlandesgericht und änderte ein Urteil auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 8.000 € ab, die Klage wurde abgewiesen.

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 09.01.2018 – 26 U 21/17

 

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin – Fachanwältin für Medizinrecht

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