20.000 € Schmerzensgeld wegen unterlassener Befundbesprechung

Es liegt ein grober Organisationsfehler vor, wenn nicht sichergestellt wird, dass bei der hausärztlichen Versorgung ein Laborbefund sowie die in der Praxis erhobene Blutsenkungsgeschwindigkeit auch ohne Patientenkontakt zur Kenntnis genommen, ausgewertet und erforderlichenfalls nach Kontaktaufnahme zum Patienten mit diesem besprochen werden.

Unterlässt der Arzt dies, macht er sich schadensersatzpflichtig und hat in dem vom OLG Koblenz entschiedenen Fall 20.000 € an den Patienten zu zahlen.

Oberlandesgericht Koblenz, Hinweisbeschluss vom 25.09.2017 – 5 U 427/17

 

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

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