Höhe des Schmerzensgeldes bei ästhetischen Beeinträchtigungen

 

Das Oberlandesgericht München führte in einer Entscheidung aus dem Jahre 2012 aus, dass die Bemessungsgrundlage für die Höhe des Schmerzensgeldes vor allem das Ausmaß und die Schwere der physischen und psychischen Störungen bilde. Es ist also das Maß der Lebensbeeinträchtigung, Größe und Dauer sowie Heftigkeit der Schmerzen und Leiden, ferner Entstellungen, Arbeitsunfähigkeit, Dauer der Heilbehandlungen und Fraglichkeit der endgültigen Heilung zu berücksichtigen.

Physische und psychische Belastungen einer komplikationsbehafteten und langwierigen ärztlichen Behandlung einer Refraktur und ein sehr junges Lebensalter einer Patientin können die Bemessung des Schmerzensgeldes wesentlich beeinflussen.

Gabriele Mayer

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

OLG München, Urteil vom 14.06.2012, 1 U 160/12 und OLG Jena, Urteil vom 26.07.2011

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