Vaterschaftsanfechtung und Vertretung des Kindes

Bei gemeinsamer elterlicher Sorge ist die Kindesmutter von der Vertretung des Kindes im
Vaterschaftsanfechtungsverfahren ausgeschlossen.

Gemeinsam sorgeberechtigte Eltern vertreten das Kind nach § 1629 Abs. 1 S. 2 BGB gemeinschaftlich. Der Grundsatz der Gesamtvertretung bedeutet, dass nur beide Eltern befugt sind, das Kind zu vertreten. Entfällt die Vertretungsbefugnis eines Elternteils nach §§ 1629 Abs. 2 S. 1, 1795 BGB, so wächst dem anderen nicht etwa ein Alleinvertretungs-recht zu. Dieser ist vielmehr ebenfalls von der Vertretung ausgeschlossen, unabhängig davon, ob auch in seiner Person ein Ausschlussgrund im Sinne von § 1795 BGB vorliegt oder nicht.

OLG Oldenburg // Az 13 UF 128/12, Beschluss vom 27.11.2012

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