Nachehelicher Unterhalt und Vermögensausgleich im Scheidungsverbundverfahren

Kategorien: Aktuelle Urteile, Aktuelles, Familienrecht, Scheidung

Nachehelicher Unterhalt und Vermögensausgleich im Scheidungsverbundverfahren

Das Begehren eines Ehegatten, die Auflösung des Scheidungsverbundes vor einer abschließenden Entscheidung über eine Folgesache in der Rechtsmittelinstanz zu verhindern, vermag die für ein Rechtsmittel gegen den Scheidungsausspruch erforderliche Beschwer nicht zu begründen.
Die erstmals in der Revisionsinstanz erhobene Einrede nach Art. 5 HUP ist vom Revisionsgericht zu berücksichtigen, wenn die Anwendung des Haager Unterhaltsprotokolls und des danach berufenen Sachrechts auf einem Verfahrensfehler beruht, die der Einrede zugrundeliegenden Tatsachen unstreitig sind und auch die weiteren Voraussetzungen vorliegen, die eine ausnahmsweise Berücksichtigung neuer Tatsachen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Revisionsinstanz zulassen.
Gibt der aus dem Ausland stammende Unterhaltsberechtigte ehebedingt seine Erwerbstätigkeit auf und wird er später erwerbsunfähig, so ist die fiktive Rente wegen Erwerbsunfähigkeit nach Rückkehr in sein Heimatland so zu bemessen, als hätte er dort bis zum Eintritt der Erwerbsunfähigkeit durchgehend gearbeitet und einen entsprechenden Rentenanspruch erworben.

BGH-Urteil vom 26.6.2013; Az XII ZR 133/11

Teilen Sie diesen Beitrag bitte

Vorheriger Beitrag
Notwendigkeit der Verlegung in ein besser ausgestattetes Krankenhaus
Nächster Beitrag
Haftung des Krankenhauses für den Konsiliararzt
Menü
Teilen
Teilen
Teilen