Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht für eine Fünfzehnjährige

Eltern kann im Wege der einstweiligen Anordnung das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Recht zur Gesundheitsfürsorge für eine Fünfzehnjährige entzogen werden, damit die verhaltensauffällige Jugendliche im Kindesschutzverfahren ordnungsgemäß begutachtet werden kann. Im vorliegenden Fall hatte die Jugendliche häufig in der Schule gefehlt. Im Einvernehmen mit den Eltern wurde sie zunächst in einer Kinder- und Jugendklinik stationär behandelt. Nach zwei Monaten jedoch brachen die Eltern die Behandlung ab und holten ihr Kind nach Hause. Weil sich die Eltern wenig einsichtig und nicht kooperativ gezeigt hätten und offenbar danach trachteten, das Kindesschutzverfahren zu unterlaufen, sei die getroffene Anordnung notwendig. Sonst werde das Kindeswohl der Tochter gefährdet.
OLG Hamm, Az 8 UF 17/13, Beschluss vom 31.7.2013

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